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Verantwortung Im Team: Wie Du Dein Team Zur Verantwortung Ziehst

Projektmanager*innen können ein Lied davon singen: Es ist nicht einfach, Menschen zu managen und zu motivieren. Menschen zu führen erfordert Talent und Geschick, und der Weg zum Erfolg ist mit Fehlern und gescheiterten Projekten gepflastert. Es läuft alles darauf hinaus, ein Team zu haben, das sich für das Ergebnis des Projekts genauso verantwortlich fühlt, wie der Projektmanager*in selbst.

Verantwortung Im Team: Wie Du Dein Team Zur Verantwortung Ziehst

Wie kannst Du Deinem Team ein Gefühl der Verantwortlichkeit vermitteln? Besonders jetzt, wo das Home-Office immer üblicher geworden ist, haben Manager das Gefühl, dass sie weniger Kontrolle über den Prozess haben. In einem früheren Artikel haben wir bereits Tipps gegeben, wie Du die Verantwortlichkeit am Arbeitsplatz fördern kannst. Jetzt werden wir dies erweitern, mit einigen der besten Praktiken bezüglich Mitarbeiterführung.

Inhaltsverzeichnis

1.Was ist Verantwortung?
2.Warum ist Teamverantwortung wichtig?
3.Gestalte Deine Unternehmenskultur
4.Stelle Fragen 
5.Bestimmte Arten von Meetings
6.Wertschätzung der Meinungen und Ideen aller Teammitglieder 
7.Gehe als Projektleiter mit gutem Beispiel voran
8.Gebe öffentliches Lob

Was ist Verantwortung?

Wenn Du jemanden bittest zu erklären, was Verantwortung bedeutet, werden viele verschiedene Wörter und Beispiele genannt. Das Wort bringt sehr viele Werte mit sich, vor allem, wenn es um Teamverantwortung geht. 

Laut dem Cambridge-Wörterbuch lautet die genaue Definition:

Verantwortung (Substantiv) - Die Tatsache, für das, was man macht verantwortlich zu sein und in der Lage zu sein eine zufriedenstellende Begründung dafür zu geben, oder das Maß, in dem dies geschieht.

Wenn von einem Projekt ein bestimmtes Ergebnis erwartet wird, ist Verantwortung in der Teamarbeit die kognitive Dynamik gemeinsam das Ergebnis zu erreichen. 

Warum ist Verantwortung im Team wichtig?

Erinnerst Du Dich an Gruppenprojekte in der Schule oder in der Universität? Das waren die Momente, in denen Du Deine Klassenkameraden/Kommilitonen richtig kennenlernen konntest. Einige waren proaktiv und übernahmen gerne die Führung, während andere faul und unmotiviert waren. 

Wenn Du ein Projektmanager geworden bist, gehörst Du wahrscheinlich zu den Ersteren. Ohne ein effektives Peer-Bewertungssystem kamen einige andere in Deinem Team wahrscheinlich durch, ohne dass sie sich anstrengen zu müssen. 

Offensichtlich hast Du aus dieser Erfahrung gelernt. Da Unternehmen die Wichtigkeit von Projektmanagement-Techniken erkannt haben, können Projektmanager klar festgelegte Zeitpläne erstellen, an die sich die Teams halten müssen.

Aber es geht nicht nur darum, sicherzustellen, dass jeder weiß, was, wann zu tun ist. Dein Team zur Verantwortung zu ziehen, geht viel weiter als das. Es geht darum ihnen zuzutrauen, dass sie die Verantwortung für ihre Aufgaben und das Ergebnis übernehmen können, ohne ins Micromanagement zu verfallen.

Jetzt, wo das Arbeiten von zu Hause Teil der Normalität geworden ist, ist es für Manager schwieriger denn je dieses Gleichgewicht zu finden. Es geht weit über die Verwendung von Projektmanagement-Software und die Erfassung von Stunden hinaus, wie wir in unserem letzten Artikel zu diesem Thema erklärt haben.

Wir werden einige Managementpraktiken durchgehen, die Dir zeigen, wie Du Dein Team zur Verantwortung ziehen kannst.

Warum ist Verantwortung im Team wichtig?

1. Gestalte Deine Unternehmenskultur

Die gemeinsamen Überzeugungen und Verhaltensweisen Deiner Mitarbeiter prägen die Unternehmenskultur in Deinem Unternehmen. In der Regel wird diese Kultur nicht bewusst gestaltet, sondern entsteht organisch im Laufe der Zeit. Die Art und Weise, wie Mitarbeiter mit Dingen umgehen, ob auf Einstiegs- oder oberer Managementebene, prägt diese Kultur. 

Erstelle einen Verhaltenskodex

Als (Projekt-)Manager kannst Du diese Kultur dadurch beeinflussen, wie Du auf bestimmte Verhaltensweisen reagierst. Oder Du kannst sie bewusster gestalten, indem Du einen Verhaltenskodex für das Unternehmen erstellst. Dieser dient als Leitfaden für die Mitarbeiter, wie sie mit Situationen umgehen und wie sie sich verhalten sollen. Es schwarz auf weiß geschrieben zu sehen, wird es wirklich einprägsam machen.

Erstelle ein ideales Mitarbeiterprofil 

Eine andere Möglichkeit ist, das Problem gleich im Keim zu ersticken. Erstelle ein ideales Mitarbeiterprofil. Um der Verantwortlichkeit Bedeutung beizumessen, kannst Du Schlüsselwörter wählen, die sich auf Dein gewünschtes Mitarbeiterprofil beziehen. Zum Beispiel: proaktiv, immer ehrlich und ethisch. 

Führe eine Kultur-Fit-Bewertung

Auf der Grundlage Deines idealen Mitarbeiterprofils führst Du im Rahmen des Einstellungsprozesses eine Beurteilung der kulturellen Fits durch. Während des Auswahlprozesses suchst Du nach Hinweisen darauf, wie der Kandidat zu den von Dir gewählten Schlüsselwörtern passt. Stelle z. B. Fragen dazu, wie er/sie in der Vergangenheit mit ethisch zweifelhaften Situationen umgegangen ist. 

2. Stelle Fragen

Es klingt einfach, aber Verantwortung ablegen bedeutet, dass Du in der Lage bist, zu erklären was genau vor sich geht. Wenn Du Dein Team zur Rechenschaft ziehen, bedeutet das, dass Du von ihnen verlangst, über die Geschehnisse abzulegen.

Um Rechenschaftspflicht einzuflößen, kann fast alles als Frage umformuliert werden. Anstatt dem Team einfach zu sagen, was die Ziele sind, hilfst Du ihnen zu erkennen, was sie sind, indem Du fragst:

  • Was ist das Ziel dieses Projekts?

  • Was willst Du hier erreichen?

  • Was läuft gut?

  • Was läuft nicht so gut?

  • Wie willst Du sicherstellen, dass es gut läuft?

Auch die Umwandlung von sinnvollen Aufforderungen in offene Fragen ist viel anziehender und einnehmender.

Aufforderung: Komme nicht mehr zu spät!

Frage: Wie wirst Du sicherstellen, dass Du von jetzt an pünktlich bist?

Das Konzept, die meisten Deiner Forderungen und Bitten in Fragen umzuformulieren, ist eine von vielen Kommunikationstechniken, die sich als sehr effektiv erwiesen haben. Als Projektmanager ist die Verbesserung Deiner Kommunikationsfähigkeiten ein Schritt zur Verbesserung Deiner allgemeinen Projektmanagement-Fähigkeiten.

Stelle Fragen

3. Bestimmte Arten von Meetings

Wenn man einen Plan hat, in dem den einzelnen Personen klare Aufgaben zugewiesen sind, ist es einfacher, den Überblick über die Arbeit aller zu behalten. Du solltest aber auch wissen, wie sich die einzelnen Personen bei der Arbeit an einer Aufgabe fühlen und warum sie länger brauchen oder Schwierigkeiten haben.

Ein tägliches Stand-Up-Meeting

Unabhängig davon, wie detailliert Projekte und Aufgaben geplant sind, ist eine tägliche morgendliche Besprechung (Daily Stand-up Meeting), bei der die Teammitglieder mitteilen, woran sie an diesem Tag arbeiten werden, von großem Nutzen. Indem sie jede Tätigkeit oder Aufgabe in ihren eigenen Worten erklären, wird ihnen klar, wofür sie verantwortlich sind. 

Außerdem weiß das gesamte Team dann auch über die anderen Bescheid. Je nach Organisation oder Art des Projekts kann es auch sinnvoll sein, am Ende des Tages ein weiteres Stand-up-Meeting abzuhalten. 

Teambesprechung

Aus diesem Grund sind Einzelgespräche sehr zu empfehlen. Dabei handelt es sich um ein geplantes Treffen zwischen dem Projektleiter und einem Teammitglied, auf das sich beide vorbereiten. Anstatt nur über den aktuellen Stand der Dinge zu berichten, bietet sich hier die Gelegenheit, projektbezogene Themen zu erläutern. Oder einfach nur, um Frustrationen, Unsicherheiten und persönliche Sorgen loszuwerden. 

Einzelne Meetings

Aus diesem Grund sind Einzelgespräche sehr zu empfehlen. Dabei handelt es sich um ein geplantes Treffen zwischen dem Projektleiter und einem Teammitglied, auf das sich beide vorbereiten. Anstatt nur über den aktuellen Stand der Dinge zu berichten, bietet sich hier die Gelegenheit, projektbezogene Themen zu erläutern. Oder einfach nur, um Frustrationen, Unsicherheiten und persönliche Sorgen loszuwerden.

Bestimmte Arten von Meetings

4. Wertschätzung der Meinung und der Ideen aller

Manche Menschen sind von Natur aus schnelle Denker. Das heißt aber nicht, dass sie immer die beste Lösung parat haben. Vor allem bei extrovertierten Persönlichkeiten neigen manche dazu, sich zu verschließen, ohne sich selbst zu drängen, ebenfalls Ideen einzubringen.

Ehe man sich versieht, hat man immer dieselben Teammitglieder, die sich für die Ideenfindung verantwortlich fühlen. Während andere einfach davon ausgehen, dass sie nichts beizutragen haben. 

Deshalb ist es wichtig, Brainstorming-Sitzungen oder Fortschritt-Updates so zu strukturieren, dass jeder seinen Beitrag leisten muss. Frage nicht nur: Wer hat eine Idee? Bitte stattdessen jeden Einzelnen, ein paar Ideen aufzuschreiben. 

Dokumentiere auch, welche Ideen von wem stammen, um ihnen zu zeigen, dass sie die gebührende Anerkennung erhalten.

5. Gehe als Projektleiter mit gutem Beispiel voran

Du solltest nicht nur den Teammitgliedern die Verantwortung für ihre großartigen Ideen und Lösungen übertragen, sondern auch dafür sorgen, dass sie für ihre Fehler und Unzulänglichkeiten einstehen. Es mag sich unangenehm anfühlen, jemanden zu konfrontieren oder zu tadeln.

Es gibt jedoch verschiedene Möglichkeiten, dies zu tun. Wenn es sichtbar bergab geht, besteht eine gängige Methode darin, einen Mitarbeiter zu fragen, wie er selbst die Situation einschätzt. Jedes kompetente Teammitglied wird die Situation erkennen und versuchen zu erklären, was schief läuft, ohne dass Du es ihm sagen musst. 

Mit der gleichen Technik kannst Du sie dann fragen, was sie dagegen zu tun gedenken. Anstatt dass Du ihnen sagst, was sie tun sollen.

Eine andere Möglichkeit, ihnen mitzuteilen, dass sie zu kurz kommen, besteht darin, dass Du von Deinen eigenen Erfahrungen in der Vergangenheit berichten, die der Situation ähnlich waren. Sie können sich von der Art und Weise inspirieren lassen, wie Du mit Misserfolgen umgegangen bist und versucht hast, sie zu überwinden. Neben der Belustigung, die Deine Anekdote auslösen kann, wird das Teammitglied sie auch als Ermutigung verstehen.

6. Öffentliches Lob geben

Von der Zurechtweisung gehen wir nahtlos zur Bedeutung des Lobes über. Und zwar öffentliches Lob! Ein wichtiges Element der Teamverantwortung ist eine umfassende Transparenz.  

Teile dem gesamten Team mit, wenn Einzelne Deiner persönlichen Ziele erreicht haben oder für eine Aktivität verantwortlich waren, die einen erheblichen Mehrwert für das Projekt darstellt.

Motiviere die Teammitglieder außerdem, sich gegenseitig öffentlich zu loben, wenn sie sich gegenseitig geholfen haben. Dies kann durch das Hinterlassen von Nachrichten auf einer öffentlichen Pinnwand geschehen oder sogar digital mit einigen Tools für die Zusammenarbeit, wie z. B. Slack.

Seien wir ehrlich, im Grunde suchen wir alle nach einer Form der Anerkennung. Und der beste Weg, Mitarbeiter zu mehr Verantwortung zu motivieren, besteht darin, ihre Bemühungen öffentlich zu bestätigen, wenn sie sich bewährt haben. Außerdem ist es ein Kinderspiel, Ihr Team zur Verantwortung zu ziehen, wenn jeder stolz auf seine Leistungen sein kann.

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